Erstellt am 03. August 2006
Abgelegt in der Kategorie Weltkritik von Mitch

Dass mich Ampeln nicht mögen, hatte ich ja bereits erwähnt. Auch von meinen Problemchen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hatte ich berichtet. Von Waschmaschinen will ich gar nicht erst reden. Nein, heute ist die Kassenschlangenproblematik dran! Und wir reden hier nicht von der Warteschlangentheorie!

Wenn ich einkaufen gehe, verbringe ich meistens mehr Zeit in der Schlange vor der Kasse als beim Einkaufen selbst. Natürlich gilt die Faustregel: Umso eiliger ich es habe, umso länger muss ich warten. Klar. Was auch sonst. Manchmal liegt es am Personal (jemand neues wird eingearbeitet, jemand blödes rafft das System nicht, die Kassenbons sind alle, das Kartelesedings ist hinüber, das Wechselgeld ist alle, ...), manchmal liegt es an den Kunden (kein Geld dabei, alles Kleingeld fallengelassen, Kind steckt im Band fest, Gemüse nicht gewogen, den einzigen Artikel ohne Preisschild gefunden, die PIN vergessen, will ‘ne Paybackkarte haben, ...). Meistens an beiden.

Heute habe ich mir, wie immer, die kürzeste Schlange ausgesucht (die – natürlich – die längste Wartezeit erforderte), nur zwei Kunden waren vor mir dran. Pff. Die ersten, ein junges Pärchen, wollten 25 Flaschen Vodka kaufen. :o Nachdem die Kassiererin alle Flaschen einzeln (das geht sicher auch anders) über den Scanner gezogen hatte, fiel den beiden auf, dass der Preis an der Kasse nicht mit dem ausgeschriebenen Preis übereinstimmte. #-o Zunächst versuchte die Kassiererin die beiden davon zu überzeugen, dass der Preis der Kasse immer korrekt wäre. Das Pärchen wollte dem nicht zustimmen und versuchte seinerseits die Kassiererin davon zu überzeugen, dass das absoluter Humbug wäre und sowieso: zu dem Preis hätten sie nun auch kein Interesse an 25 Flaschen Vodka. Das ging ein wenig hin und her und ich überlegte schon die Kasse zu wechseln, habe es aber gelassen, denn den Trick kenn’ ich schon und weiß: Wenn ich wechsle, lösen sich alle Probleme an der Kasse auf und wechseln mit mir zusammen an die andere Kasse. Also wartete ich. :-w

Die Kassiererin entschloss sich nun doch mal beim Service/ Boss/ Wasauchimmer anzurufen und nachzufragen. Dieser Anruf erforderte die Eingabe einer dreistelligen Telefonnummer und bot somit auch die Gelegenheit sich zu vertippen. Dreimal, versteht sich. Als sie es dann endlich geschafft hatte, bestand das Gespräch nur aus Wortfetzen wie “Hallo? Hallo? Ich versteh dich nicht.Hallo? Verstehst du mich?”. Offenbar verstand niemand den anderen, so legte sie auf und versuchte es nochmal. Das gleiche Problem. Sie legte wieder auf, überlegte kurz, drehte das Telefon richtig herum, rief nochmal an und siehe da: Wenn man den “Sprechteil” an den Mund und den “Hörteil” ans Ohr hält, klappt alles ganz wunderbar. :-c Nun versuchte sie das Problem zu erläutern. Leider konnte sie den Namen der Vodkamarke nicht aussprechen und versuchte ihn zu buchstabieren. Der bestand allerdings aus mindestens neun Buchstaben (darunter einige wirklich schwierige) und nachdem sie zum dritten Mal neu ansetzte wechselte ich dann doch die Kasse. Die nebenan war mittlerweile frei.

Naja, was soll ich groß sagen: Während ich mein Zeug vom Band wieder in den Korb räumte stellten sich drei andere Leute an die Nachbarkasse an und ich stand mal wieder hinten. Kaum in der neuen Schlagen angekommen hatte die Kassiererin von vorher das Buchstabengemetzel beendet, die gesuchte Info bekommen (der Preis an der Kasse war falsch) und es ging weiter. Natürlich schoben sich direkt mehrere vollgepackte Einkaufswagen an die Kasse und versperrten mir den Rückweg. Ich wartete also mal wieder. Als der Rentner vor mir dann endlich seine 5-Cent-Sammlung aufgelöst hatte und ich dran war versagte der Kartenleser, ich musste noch eine Kasse weiter und konnte dann, nach etwas über 35 Minuten, endlich mein Geld loswerden. Hoffentlich ist die Milch jetzt nicht schon schlecht geworden…

5 Kommentare       

Kommentare

Annika am 4. August 2006 um 10:24:

:d lol – das ist ja mal ne Story Wenn ich dich nicht kennen würde, würde ich sie nicht glauben! Hehe…aber krass – du armer Kerl! 8-|


Ansgar am 4. August 2006 um 15:09:

Ich werde mich in Zukunft immer an der anderen Schlagen (als zu) anstellen -——und dann draussen auf Dich warten :d


Mitch am 22. August 2006 um 14:16:

Hiermit bezeuge ich,dass Mitch die Wahrheit spricht!
Gestern,am Flughafen,machte die Angestellte genau,als Mitch an der Reihe war,ihren Schalter zu.
Armer Mitch!


Gundula am 22. August 2006 um 14:20:

Wie habe ich das denn jetzt gemacht?
Meinen Kommentar unter Mitch abgeschickt????#-o


Uther am 25. Oktober 2006 um 3:44:

Also ich würde mir nen anderen Markt suchen wenn jedesmal eins der oben genannten Probleme auftaucht.

Im Aldi hatti ich solche Probleme noch nie und im Famila sind die Schlangen immer recht kurz.