Ampeln mögen mich nicht. Ich weiss nicht warum, habe noch nie einer etwas angetan. Aber es ist nunmal so.
Jedesmal wenn ich auf eins von diesen Teufelsdingern zu laufe springt es auf grün. Und zwar genau dann wenn ich exakt so weit davon entfernt bin dass es gerade wieder rot wird wenn ich ankomme. So ziemlich genau zwei Schritte vorm Ziel.
Dann überlege ich jedesmal ob ich nicht einfach noch schnell rüberlaufen soll, wage es aber nie. Als Neu-Kölner und Ex-Dorfkind hab ich einfach eine Phobie vor Straßen auf denen echt auch Autos fahren. Ganz besonders vor mehr als zweispurigen. Diese stellen für mich ein nahezu unüberwindbares Hinderniss dar. Hinzu kommen auch noch einige Fast-überfahren-worden-Erlebnisse aus meiner Zeit in London, wo die Leute auf Teufel-komm-raus darauf bestehen auf der falschen Seite zu fahren.
Ich stehe dann also immer recht hilflos an dieser blöden Ampel, die Autos stehen auch noch alle da und die Fahrer gucken mich blöde an. Deren Ampel springt nämlich immer erst nach genau der Zeitspanne auf grün die ich benötigt hätte um bequem über die Straße zu schlendern. Aber ich tu’s nicht. Ich weiss genau, sollte ich das einmal machen, nur ein einziges Mal, dann schaltet die Ampel des Bösen mit Sicherheit augenblicklich den Kraftfahrzeugverkehr von allen Seiten wieder zu.
Aber ihr kriegt mich nicht. Niemals!
Ich würde mir ja fast Zebrastreifen wünschen, wenn ich nicht schon herausgefunden hätte dass auf den Dingern in Köln immer die Autos Vorfahrt haben. Die hupen schon sobald sie nur sehen dass sich jemand auch nur in der Nähe eines solchen herumtreibt. Aber das ist eine andere Geschichte…
[...] Dass mich Ampeln nicht mögen, hatte ich ja bereits erwähnt. Auch von meinen Problemchen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hatte ich berichtet. Von Waschmaschinen will ich gar nicht erst reden. Nein, heute ist die Kassenschlangenproblematik dran! [...]