Erstellt am 22. Februar 2010
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Stephen Fry im November 2009 in der Show “The Intelligence² Debate” über die katholische Kirche. Etwas spät gefunden, aber hörenswert:

Gefunden bei Atheist Planet

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Erstellt am 05. Februar 2009
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Da jammern die Jungs im Vatikan über die ach so bösartige Kritik, die aus aller Welt aufgrund der aufgehobenen Exkommunikation von Holocaust-Leugnern kommt. Sie sind entsetzt.

Da schimpfen die deutschen Konservativen auf Angie, weil die es wagte, sich in das Thema einzumischen. Sie sind entsetzt.

Ich bin auch entsetzt.

Denn die Forderung, der Papst solle sich von den Holocaust-Leugnern distanzieren oder sie zum Widerruf bekehren, ist doch wohl mal so was von viel zu schwach! Der soll die wieder raus schmeißen. Ganz zackig. Und zwar im eigenen Interesse. Eine Organisation, die bekennende Holocaust-Leugner in ihren Reihen duldet, ist meiner Meinung nach keinen Cent besser als die Leugner selbst!

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Erstellt am 21. Juni 2007
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Und das schon länger. Eigentlich jedesmal, wenn es wieder irgendwo irgendwie heißt, dass die bösen Computerspiele und Filme an allem Wahnsinn unserer Gesellschaft Schuld sind.

Gerade habe ich in der Zeit einen längeren Artikel über die beiden Mörder von Tessin gelesen. Eigentlich sehr gut geschrieben. Mit vielen Einzelheiten und Zusatzinformationen wird beschrieben, welche Umstände wohl einen der beiden Täter zur Tat animiert haben könnten.

Der Artikel handelt von vielen Dingen: Von Problemen mit sich selbst, mit seinem Aussehen, mit seiner Familie. Von Scham. Von Minderwertigkeitsgefühlen. Von einer Familie, die die Zeichen nicht deuten kann und nicht hilft. Von Abschottung von Gleichaltrigen. Weil diese ihn mobben. Nicht akzeptieren. Auslachen.

Aber dann: Plötzlich der harte Schnitt. Computerspiele sind schuld. Und Filme. Insbesondere “Final Fantasy”, was besonders schwachsinnig ist, da das absolut kein “Gewaltfilm” ist. Aber das ist solchen Autoren ja egal, die haben scheinbar weder den Film ganz gesehen, noch kennen sie die lange Geschichte von Final Fantasy. Brutale Spiele werden erwähnt. Mit propagandistischen, lächerlich Beschreibungen versehen. Von Leuten, die diese Spiele nie gespielt haben, versteht sich. Von Familie und Umfeld plötzlich kein Wort mehr. Die Real-Life-Variante der “Du kommst aus dem Gefängnis frei”-Karte.

So wird der Vater auch zitiert: “Ich hätte ihm den Strom abdrehen sollen!” Ist klar. Dann wäre alles anders gekommen. Sicher. Immerhin kennt seine Frau die richtige Antwort: “Wir haben ihn allein gelassen.”

Kümmert euch um eure Kinder! Verdammt!

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Erstellt am 03. August 2006
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Dass mich Ampeln nicht mögen, hatte ich ja bereits erwähnt. Auch von meinen Problemchen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hatte ich berichtet. Von Waschmaschinen will ich gar nicht erst reden. Nein, heute ist die Kassenschlangenproblematik dran! Und wir reden hier nicht von der Warteschlangentheorie!

Wenn ich einkaufen gehe, verbringe ich meistens mehr Zeit in der Schlange vor der Kasse als beim Einkaufen selbst. Natürlich gilt die Faustregel: Umso eiliger ich es habe, umso länger muss ich warten. Klar. Was auch sonst. Manchmal liegt es am Personal (jemand neues wird eingearbeitet, jemand blödes rafft das System nicht, die Kassenbons sind alle, das Kartelesedings ist hinüber, das Wechselgeld ist alle, ...), manchmal liegt es an den Kunden (kein Geld dabei, alles Kleingeld fallengelassen, Kind steckt im Band fest, Gemüse nicht gewogen, den einzigen Artikel ohne Preisschild gefunden, die PIN vergessen, will ‘ne Paybackkarte haben, ...). Meistens an beiden.

Heute habe ich mir, wie immer, die kürzeste Schlange ausgesucht (die – natürlich – die längste Wartezeit erforderte), nur zwei Kunden waren vor mir dran. Pff. Die ersten, ein junges Pärchen, wollten 25 Flaschen Vodka kaufen. :o Nachdem die Kassiererin alle Flaschen einzeln (das geht sicher auch anders) über den Scanner gezogen hatte, fiel den beiden auf, dass der Preis an der Kasse nicht mit dem ausgeschriebenen Preis übereinstimmte. #-o Zunächst versuchte die Kassiererin die beiden davon zu überzeugen, dass der Preis der Kasse immer korrekt wäre. Das Pärchen wollte dem nicht zustimmen und versuchte seinerseits die Kassiererin davon zu überzeugen, dass das absoluter Humbug wäre und sowieso: zu dem Preis hätten sie nun auch kein Interesse an 25 Flaschen Vodka. Das ging ein wenig hin und her und ich überlegte schon die Kasse zu wechseln, habe es aber gelassen, denn den Trick kenn’ ich schon und weiß: Wenn ich wechsle, lösen sich alle Probleme an der Kasse auf und wechseln mit mir zusammen an die andere Kasse. Also wartete ich. :-w

Die Kassiererin entschloss sich nun doch mal beim Service/ Boss/ Wasauchimmer anzurufen und nachzufragen. Dieser Anruf erforderte die Eingabe einer dreistelligen Telefonnummer und bot somit auch die Gelegenheit sich zu vertippen. Dreimal, versteht sich. Als sie es dann endlich geschafft hatte, bestand das Gespräch nur aus Wortfetzen wie “Hallo? Hallo? Ich versteh dich nicht.Hallo? Verstehst du mich?”. Offenbar verstand niemand den anderen, so legte sie auf und versuchte es nochmal. Das gleiche Problem. Sie legte wieder auf, überlegte kurz, drehte das Telefon richtig herum, rief nochmal an und siehe da: Wenn man den “Sprechteil” an den Mund und den “Hörteil” ans Ohr hält, klappt alles ganz wunderbar. :-c Nun versuchte sie das Problem zu erläutern. Leider konnte sie den Namen der Vodkamarke nicht aussprechen und versuchte ihn zu buchstabieren. Der bestand allerdings aus mindestens neun Buchstaben (darunter einige wirklich schwierige) und nachdem sie zum dritten Mal neu ansetzte wechselte ich dann doch die Kasse. Die nebenan war mittlerweile frei.

Naja, was soll ich groß sagen: Während ich mein Zeug vom Band wieder in den Korb räumte stellten sich drei andere Leute an die Nachbarkasse an und ich stand mal wieder hinten. Kaum in der neuen Schlagen angekommen hatte die Kassiererin von vorher das Buchstabengemetzel beendet, die gesuchte Info bekommen (der Preis an der Kasse war falsch) und es ging weiter. Natürlich schoben sich direkt mehrere vollgepackte Einkaufswagen an die Kasse und versperrten mir den Rückweg. Ich wartete also mal wieder. Als der Rentner vor mir dann endlich seine 5-Cent-Sammlung aufgelöst hatte und ich dran war versagte der Kartenleser, ich musste noch eine Kasse weiter und konnte dann, nach etwas über 35 Minuten, endlich mein Geld loswerden. Hoffentlich ist die Milch jetzt nicht schon schlecht geworden…

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Erstellt am 14. Juli 2006
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Nur um das mal klar zustellen. Makabere Gerüchte dieser Art gelangen mir seit Beginn meines china-bezogenen Studiums öfters zu Ohren. Kürzlich war es eben das Gerücht, in China würden Babys gegessen werden. Bonzen und korrupte Politiker würden die als Delikatessen geltenden Säuglinge und Föten aus Krankenhäusern beziehen, meist ungewollte Mädchen oder Kinder die die “1-Kind-Politik” Chinas nicht zulassen würde. Der erste Gedanke von mir war “Die Schnapsstadt” von Mo Yan, einem makaberen, chinesischen Roman um eine korrupte Stadt in der hohe Parteikader Kinder verspeisen.

Aber es hiess: Im Internet kursieren Fotos! Also nachgegoogelt. Ja. Es gibt Fotos auf denen ein asiatischer Mann etwas verspeist das sehr nach gebratenem Säugling ausschaut. Also weitergesucht. Heute bin ich dann auf einen Artikel vom Spiegel gestoßen, der mit dieser Lüge aufräumt. Also nochmal ganz deutlich:

In China essen sie KEINE Kinder!

Es handelt sich um eine, zugegeben geschmacklose, künstlerische Performance des chinesischen Aktionskünstlers Zhu Yu. Über Sinn und Unsinn dieser Art von “Kunst” kann man diskutieren, Fakt jedoch ist, auch wenn der Künstler selbst behauptet einen echten Säugling zubereitet zu haben, das es sich lediglich um ein Gerücht handelt. Das schon mehrmals im Internet kursierte. Und welches aktuell von einer (zur Zeit nicht erreichbaren) china-feindlichen Webseite in Deutschland aus verbreitet wird. Die zufälligerweise von der in China verbotenen und verfolgten (und vom deutschen Verfassungsschutz beobachteten) Falungong-Sekte betrieben wird.

So. Nur bevor mich noch mehr “Meldungen” zu dem Thema erreichen.

Ergänzung 15.07.06: Die verbreitende Seite ist wieder erreichbar. Der entsprechende Artikel sowie ein Kommentar zum Spiegel Artikel stehen zur Verfügung. Ich werde keinen Link dorthin setzen. Die Seite berichtet in einem prinzipiell glaubhaften Stil über den Kannibalismus, die Fotos dort sehen extrem echt aus. Wer auf diese Artikel stößt, soll sich auch ein wenig Zeit nehmen, andere Artikel dort zu lesen. Der einzige Zweck der Seite besteht in der Diffamierung Chinas, dort werden alte und aktuelle, erfundene und wirklich passierte Greueltaten gelistet. Der Wahrheitsgehalt ist bei einem derart offensichtlichen, tiefen Hass auf jeden Fall zu bezweifeln. Ich leugne nicht, dass in China schlimme Dinge passiert sind und auch heute noch passieren können, bevor ich aber an einen verbreiteten, gesellschaftlich akzeptierten Kannibalismus glaube, möchte ich viel viel bessere Quellen als eine antichinesische Hassseite sehen. Und zu den Fotos: Wer in den letzten 10 Jahren mal im Kino war, weiß was technisch so alles möglich ist…

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