Jaja, über Geld redet man nicht. Aber im Hinblick auf die Berichte, die ich an den DAAD schicken soll und die auch solche Themen für die nächste Truppe China-Studenten enthalten sollen, werde ich doch mal einen kleinen Kassensturz machen.
Also, die wesentlichen Kostenpunkte liegen beim Gesundheitszeugnis, dem Flug, dem Visum und der Auslandskrankenversicherung. Plus diverse kleinere Dinge die meist aus diesen großen Punkten resultieren. Also in etwa so:
• Gesundheitszeugnis (Reiseberatung, Impfungen, Bluttests): 100€
• Flug (Jahresticket inkl. internat. Studiausweis): 743€
• Visum (X-Visum + Expressbearbeitung + Fahrtkosten): 60€
• Auslandskrankenversicherung (vom DAAD, 12 Monate): 282€
• Passfotos (haufenweise): 25€
Das ergibt schonmal 1210€ nur für die ganz wesentlichen Teile. Wobei ich beim Gesundheitszeugnis noch gespart habe, da ich eine der beiden teuren Hepatitis-Impfungen bereits durch meinen Zivildienst in der Tasche hatte.
Wenn man dann, wie ich, nicht bereits eine Reiseausstattung besitzt, können noch weitere Kosten auf einen zu kommen. Ich habe nämlich weiterhin ausgegeben:
• Reisepass: 60€
• Backpack: 90€
• Jugendherbergsschlafsack: 5€
• Zusammenrollbarer, aufhängbarer Kulturbeutel: 16€
• Komische, flache Gürteltasche die unter der Hose getragen wird: 12€
• Medikamente (Paracetamol, Imodium Akut, etc): 25€
• Tausende Kopien aller wichtigen Unterlagen: 3€
Das alles ist mit insgesamt 211€ auch ein nicht zu verachtener Posten. Wenn man jetzt auch noch die “weiteren, anfallenden Kosten” hinzufügt, wie zum Beispiel (ca.):
• Umzug (Mietwagen, Farbe, etc.): 130€
• Hostel für die ersten Tage (Doppelzimmer, zwei Tage alleine): 80€
• Reise vom Beijing zum Studienort (frei erfundene Zahl): 50€
Also weitere 260€ weniger in der Tasche. Damit kommen wir zur unglaublich hohen Summe (und ich habe sicher noch etwas vergessen) von ganzen 1681€ nur für die Vorbereitung!
Wenn man nun noch eventuell vergessene Posten, Reiseunterhaltung, Ausgaben in den ersten Tagen vor der Immatrikulation und so weiter einrechnet, kann man eigentlich von fast 2000€ Vorbereitungskosten ausgehen. ![]()
Wow. Das hätte ich besser mal nicht ausgerechnet. Vielen Dank nochmal an meine Eltern, die freundlicherweise einen Großteil dieser Kosten übernommen haben! ![]()
So, noch knappe neun Stunden, dann sitze ich im Flieger. D’dorf, Kopenhagen und dann Beijing.
Das hier ist also der letzte Beitrag den ich noch in Deutschland schreibe, ich will’s aber kurz machen:
Bybebye, bis denn und kommt vorbei!!
Achja, und die Fotos der Abschieds-Überraschungs-Party sind online...
So, nachdem ich seit letztem Freitag mehrmals täglich vergeblich versucht habe, jemanden vom Wohnhausbüro zu erreichen, bin ich dann heute in die einzige Sprechstunde gelaufen. Ja, das Büro ist in den Ferien nur einen Tag die Woche für eine Stunde besetzt und ja, der Anrufbeantworter wird vorher auch nicht abgehört. Tja, das arme Mädel wurde dann ein wenig hektisch als ich ihr sagte dass ich am Samstag ausziehe und am Montag das Land für ein Jahr verlasse.
Nicht mein Problem, ich habe versucht mich ordnungsgemäß eine Woche vor Auszug zu melden. Leider ist sie aber am Samstag nicht da, also kann ich am Montag nochmal nach Köln fahren um das hinter mich zu bringen. Doof, doof, aber es geht ja nunmal nicht anders.
Dann ist mir gestern noch eingefallen: Muss ich mich eigentlich ummelden oder abmelden? Ich ziehe ja aus Köln weg. Ich ziehe aber eigentlich auch nicht zu meinen Eltern, sondern eben nach China, also was tun? Die Frau vom Einwohnermeldeamt Rösrath wusste das leider auch nicht, also überlege ich ob ich mich Montag Vormittag noch kurz in Rösrath anmelde. Nach China muss ich mich ja sowieso wieder ummelden, sprich meine Anmeldung in Köln wird auf jeden Fall angepasst. Und so habe ich wenigstens eine “ordentliche” Anschrift in Deutschland, ist vielleicht auch versicherungstechnisch relevant. Ach, das kann ich Montag auch noch spontan entscheiden. ![]()
Ich habe ja erst überlegt doch meinen alten Hartschalenkoffer zu nehmen und mir dann in China einen Backpack zu holen. Aber das Ding wiegt leer schon 8 Kilo und da ich nur 20 Kilo mitnehmen darf, habe ich mich doch entschieden schon hier einen Backpack zu kaufen. Einzige Bedingung: Er muss mindestens genauso viel fassen wie der Koffer. Der ist nämlich riesig. Dachte ich zumindest. Denn nach dem Ausmessen kam ich bloss auf ca. 55 Liter, plusminus 5 Liter weil das Ding ja nicht exakt quaderförmig ist. Naja, da ein 55er Backpack eher zu den kleineren gehört, wollte ich dann gerne mindestens einen 65er haben. Die Preise für so ein Teil schwanken je nach Laden und Größe zwischen 100€ und 300€. Also mal bei eBay reingeschaut. 75 Liter Backpacks ab 20€, aber die sind mit Sicherheit der letzte Schrott. Jetzt habe ich mich für einen entschieden, dessen Größe man nach Bedarf von 65 Liter auf 85 Liter einstellen kann. Nennt sich REGATTA X-ert, kostet (inkl. Versand) 88€ und sieht so aus:

Hoffentlich kommt der noch rechtzeitig an… ![]()
So. Jetzt hab ich auch schon ein Hostel in Beijing klargemacht, das FeiYing International Youth Hostel. Mit einem bischen über 9€ für ein zwei Personen Zimmer mit eigenem Bad recht günstig. Leider hab’ ich beim Buchen nicht so richtig aufgepasst und ein Doppelbett statt zwei einzelnen Betten bestellt (ich könnte schwören ich hab das nicht so ausgewählt). Naja, ich habe mal den Verwalter angemailt, vielleicht kann der das noch drehen. Denn wenn ich storniere und neu buche, verliere ich meine Deposit von knapp 12€. ![]()
Ansonsten muss ich meine Kommilitonin eben davon überzeugen, dass ich nur sehr wenig sabbere und mich auch nur so alle paar Stunden mal auf ihre Seite rüber wälze… :-”
Nachtrag 12.08.: Der Verwalter reagierte innerhalb von weniger als 24 Stunden. Fein. Doppelbetten haben die gar nicht. Komisch, wieso konnte ich eins buchen? Aber ok, dann bin ich doch richtig…